Der Teufelskreis

“Letting go doesn’t mean that you don’t care about someone anymore. It’s just realizing that the only person you really have control over is yourself.”
― Deborah Reber

Im Laufe der Zeit merkte ich wie schwer man sich fuehlt, wenn man zu sehr an etwas haengt. Es gibt sehr viele banale Beispiele wie zum Beispiel die alten Zeitschriften, die man wahrscheinlich eh nie wieder lesen wird oder ein Haufen Klamotten, die man wahrscheinlich nie wieder anziehen wird und vieles mehr. Es faengt mit den Kleinigkeiten an und dann sammelt sich alles und am Ende hat man ein Haufen Zeug, an den man haengt obwohl die Gruende oftmals ziemlich irrelevant sind. Meistens faengt man sich von vielen Gegenstaenden zu trennen wenn man dann umzieht. Ich persoenlich war ein Mensch, der sich von sehr vielen Sachen nicht trennen wollte und auch ein Mensch, der immer dachte mehr waere besser. Ich wollte immer mehr haben; mehr Klamotten, mehr Schmuck und mehr von solchen banalen Sachen.
Inzwischen hat sich vieles geaendert, nachdem ich mich von allem moeglichem verabschiedet habe und auch den Großteil meiner Sachen gar nicht bei mir habe. Manches fehlt mir doch, aber letztendlich fuehle ich mich um einiges leichter. Ich lernte, dass man nicht wirklich viel braucht um gluecklich zu sein. Wer sich nach der Freiheit sehnt sollte sich nicht einsperren lassen von all den Sachen, die man angeblich braucht.

Was ich damit sagen will ist, dass ich gemerkt habe, dass es nicht gut ist zu sehr an etwas zu haengen. Es sei denn Gegenstaende oder auch Menschen.

Freunde und Familie sind ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Eine Familie, die einen wirklich liebt, wird dich nie verlassen; egal wo du bist oder wie lange du von den entfernt bist. Bei wirklichen Freunden ist es nicht anders; meinem Glauben nach. Es ist nicht wichtig sich immer zu sehen oder nah beieinander zu sein. Was ich damit sagen will ist, dass man sein Leben so leben sollte wie man denkt, es koennte einen gluecklich machen. Man sollte loslassen um gluecklich werden zu koennen. Dadurch lernt man was wirklich wichtig ist. Oder welche Menschen es verdient haben in deinem Leben ein Platz zu haben.

Ich lernte, dass man der Freiheit naeher ist wenn man weniger hat.

Wie viele Menschen habe ich auch oefters den Drang mehr zu haben… Viel Geld, ein tolles Auto usw. Wenn ich darueber nachdenke; ist mir klar, dass man sowas nur moechte wegen den anderen Menschen. Es geht darum wie dich andere sehen. Nicht wirklich weil du die Sachen wirklich moechtest oder weil es wichtig ist das Tollste vom Tollestem zu besitzen. Klar ist auch, dass es in jeder These ausnahmen gibt, also denkt nicht, dass ich alles und jeden in die selbe Schublade stecken moechte.

Es ist Schade wie viel Menschen inzwischen brauchen um ansatzweise ‚gluecklich‘ zu sein und ich bin in dem Fall nicht mal eine Ausnahme. Damals als es um reines ueberleben ging, brauchte man ein Dach ueber dem Kopf, Trinken und Essen. Heutzutage hat man Verlangen nach vielem tollem abwechlungsreichem Essen, einer tollen Wohnung oder einem großem Haus, einen Neuwagen und und und. Es ist zwar alles recht uebertrieben dargestellt, aber im großem und ganzem sind es die Sachen, die den Erfolg im Leben darstellen. Wie ich damals in einem Buch gelesen hatte (den Titel weiss ich leider nicht mehr), ist es dieser Teufelskreis, die Gier nach was Besserem, die uns Menschen nie zum Glueck fuehren kann. Und es geht darum diesen Kreis zu unterbrechen und sich zufrieden geben zu koennen. Ja, ich versuche es. Es ist schwer. Zum Beispiele bei den technischen Geraeten kommen immer mehr modernere, ‚bessere‘; ich bezweifle, dass es einfach ist sich fuer ein aelteres Modell zu entscheiden obwohl es ein neueres auf dem Markt gibt. Wisst ihr worauf ich hinaus will?

Das Schlimme an dem ganzem ist, dass viele es bei Menschen auch so sehen, was ich sehr Schade finde. Wozu den Menschen schaetzen, wenn ich eh einen besseren finden kann?

Deshalb habe ich sowas wie Aengste entwickelt. Diese Fragen kommen auf wieso man nicht gut genug ist; die einen kaputt machen. Es heißt zwar, man sollte die Menschen gehen lassen, wenn sie einen nicht schaetzen koennen. Doch am Ende tut es trotzdem weh. Vielleicht liegts an der anderen Person, die nicht das Gute in einem sehen kann oder aber auch an uns, die nicht den Erwartungen entsprechen. Nya, es ist Wahr, dass zwischenmensche Beziehungen sehr kompliziert sein koennen und deshalb ist es schwierig ueberhaupt Thesen zu erstellen. Jeder ist anders und deswegen ist es auch so schwer auf einem gemeisammen Nenner zu kommen.

Letztendlich weiss ich immer noch nicht was ich von der Zukunft erwarten soll. Leider bin ich kein Mensch der mit viel Elan voraus blickt; aber eins weiss ich sicher… Mein Weg soll mich naeher an die Freiheit bringen und ich will mein Leben so leben wie es mir gefaellt, egal wie sehr andere Menschen es verachten sollen oder glauben sollen es sei nicht richtig. Wofuer reich und erfolgreich sein wenn man nur ungluecklich ist. Es heißt zwar nicht, dass ich es ablehnen wuerde, aber wenn es nicht sein soll, dann ist es so.

So! Hier mache ich ein Cut! Juhu, mein 100ter Eintrag! Manchmal denke ich zwar daran, dass ich gerne jede Woche was schreiben moechte, aber wenn es gezwungen ist, koennen keine tollen Ergebnisse dabei rauskommen. So bis zum naechsten Mal!