Der Verlauf des Lebens, die Routine.

Das Leben. Existierst du lediglich? Oder lebst du es aus?

Die Frage an euch. Wenn ihr jetzt sofort sterben wuerdet (ich weiss, dass man sowas nicht sagen sollte, aber ich will wirklich, das manche darueber nachdenken…), ihr nach dem Tod noch ein wenig Zeit haettet um das Leben Revue passieren zu lassen, à la Film um nachzudenken; waert ihr zufrieden mit dem, wie ihr gelebt habt?

So, das war der Einfuehrungstext. Es tut mir so Leid, dass ich zurzeit nicht mehr so viel schreibe. Es geht grad kaum anders. Hab dermaßen viel zu tun, dass ich nur noch schlafe in der ‚Freizeit‘. Musste jetzt sogar fuer paar Wochen eine Pause bei meiner Therapeutin einlegen. Langsam aber sicher falle auch ich in die Routine. Manche lieben sie. Aber ich hasse sie wie die Pest. Es besteht lediglich aus Pflichten erledigen &’nd schlafen. Es bleibt kaum mehr Zeit fuer die schoenen Dinge des Lebens, auch wenn ich sehr hart dagegen kaempfe. Es ist aber ein schrecklicher Kampf, weil als Ergebnis einfach nur weniger Schlaf rauskommt. &’nd das ist natuerlich wiedermal schlecht, weil es ya am naechsten Tag genau so viel Routine gibt, aber weniger Energie um es zu tun. Ach, ein verdammter Teufelskreis.

Die Menschen, die diese Routine moegen verstehe ich auch. Also ich verstehe das Denken &’nd es ist auch gut &’nd pflichtbewusst. Ich beneide es auch. Sie nehmen es hin, dass es so ist, dass man jeden Tag in die Arbeit geht, abends heim &’nd evtl. mal weggeht oder Freizeit hat. Immer wieder einen aehnlichen Ablauf zu haben. Bestimmt habe ich schon mal was ueber radikale Akzeptanz geschrieben; wer akzeptiert, leidet nicht.
Ich im Gegensatz denke ein wenig anders. Im Leben geht’s doch um mehr als jeden Tag das gleiche zu tun?! (Es ist bestimmt gut einen geregelten Ablauf zu haben, wenn man spaeter eine Familie hat) Ich hab verdammt Angst davor. Wenn ich schon darueber nachdenke, dass mein Leben so sein wird, wird mir schon schlecht. Deswegen muss ich alles geniessen, solange es geht. Solange ich noch ‚mehr frei‘ bin. Solange ich noch die Kraft habe all dies zu tun, was ich bereuen wuerde, wenn ich sie nicht taete (darum ging es in meinem Einfuehrungstext). Darum lasse ich keine Chancen missen. Darum habe ich keine Scheu vor ‚Neuem‘ oder fremde Menschen anzusprechen weil ich sie gerne kennenlernen will, Neues auszuprobieren. Ich will immer besser werden koennen. Darum stelle ich mir neue Herausforderungen.

An Tagen wie heute, haette ich die Zeit fuer die Sachen, die ich tun will gehabt. Jedoch bin ich letztendlich doch nur eingeschlafen, weil die Tage zurzeit echt unendlich lang sind. Natuerlich fuehle ich mich jetzt Scheisse, weil ich die nicht getan habe, aber ich kann’s jetzt auch nicht aendern. Nur schwirren die Gedanken in meinem Kopf rum &’nd machen es mir nicht unbedingt einfacher. Wie ich immer sage, der Tag hat einfach viel zu wenige Stunden. Gibt’s vielleicht einen Planeten in einem Paraleluniversum, wo die Tage mehr Stunden haben?
Ich muss grad innerlich grinsen, weil ich wieder so ’sinnlose‘ Gedanken habe x’D. Vielleicht sollte ich einfach aufhoeren so viel nachzudenken &’nd alles gechillter angehen. Wenn es so einfach waere.

Die Frage nach dem Sinn der Lebens stelle ich jetzt nicht zur Diskussion. Da diese wohl zur der Favoritenliste aller Fragen gehoert. Jedoch erwaehne ich sie kurz, da sie einfach unverzichtbar ist, wenn man anfaengt ueber das Leben zu philosophieren.

Es ist mir ehrlich gesagt egal ob &’nd was der Sinn der Lebens ist. Das wichtigste ist fuer mich, aus sich selbst &’nd all den Steinen, die in den Weg gelegt werden das Beste draus zu machen. Die Sachen zu tun, die einen gluecklich machen (nein, ihr solltet nicht jemanden toeten oder beklauen oder sonstiges in die Richtung tun in der andere zu schlimmen Schaden kaemen oder sehr ungluecklich machen wuerden). Natuerlich kann man es nicht immer vermeiden, andere ungluecklich zu machen; zB. die Eltern wollen, dass man einen Betrieb uebernimmt/ das studiert was die sich ausgemalt haben; aber wenn die einen lieben, werden sie es akzeptieren muessen, wenn man sich dagegen entscheidet. &’nd wenn sie es nicht tun, sind sie es auch nicht Wert, dass man sich Gedanken ueber sie machen muss.

Der Grund; wieso dieser Spruch (‚Dream as if you’ll live forever, live as if you’ll die today.‘) teilweise zu meiner Lebenseinstellung geworden ist. Leider nur teilweise, da es auch sowas wie Verpflichtungen &’nd Aengste gibt, da ich wahrscheinlich nicht heute sterben werde (ach, verdammt, ich sollte wirklich nicht sowas vorhersagen -.-‚, aber ich wusste nicht wie ich es anders haette ausdruecken koennen…).

Zum Abschluss moechte ich euch dazu motivieren, darueber nachzudenken evtl. Sachen zu tun, von den man immer Angst hatte oder sich nie getraut hat. Ich weiss nicht wie es bei anderen Menschen ist, aber ich fuehle mich besser, wenn ich es tue, auch wenn das Ergebnis nicht das war, was ich mir erhofft hatte. Jedoch habe ich an Erfahrungen gewonnen &’nd bin einen Schritt naeher mich zu ‚perfektionieren‘.

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