Die Welt in der wir leben.

Es heisst ya immer: ‚Frueher war alles besser‘; oder?

Klar war es besser. Als Kind hatte ich nicht so viel Probleme. Nicht so viele Gedanken. Nicht so viele Pflichten. &’nd die Generation vor uns behauptet es auch. Wahrscheinlich aus dem Grund, weil es einfach so viele neue Sachen gibt, die sie nicht verstehen koennen &’nd deshalb den alles komplizierter erscheint. Darueber will ich eigentlich gar nicht schreiben. Sondern ueber die Gesellschaft jetzt. In der wir ‚leben‘ oder vielleicht besser augedrueckt: existieren.

Ich weiss nicht ob es nur bei mir so ist, aber ich habe das Gefuehl, dass es immer mehr Menschen gibt, die an psychischen Problemen leiden. Angefangen mit Schlaflosigkeit, verbunden mit Depressionen &’nd Burn Out. Fast schon jede fünfte Geschichte handelt darum. Am meisten lese ich ueber Schlaflosigkeit. Vielleicht liegt es daran, dass Menschen eher darueber reden koennen als ueber Depressionen oder Burn Out. Es macht mich traurig, wenn ich sehe wie vielen Menschen es schlecht geht. Vorallem weil ich weiss, wie es sich anfuehlt. Es ist ein Loch, aus dem alles Unmoeglich erscheint. Eine Welt, die einsam &’nd kalt ist. Ein Leben, dass trostlos &’nd ausweglos scheint.

Wisst ihr was das schlimmste fuer mich ist?

Das ich allen nicht wirklich helfen kann. Da ich mich auch sozusagen im selben Boot befinde. Was ich immerwieder empfehlen koennte ist eine Therapie. Therapie ist das, was mein Leben wieder ein wenig Sinn gegeben hat. Die wertvollsten Stunden meiner Woche. Der Funken Hoffnung, dass alles wieder besser wird.

Gebt nicht auf. Ihr seid alle tolle Menschen. Jeder auf seine Art.

Es wird wirklich besser. Ich merke es immerwieder, wenn ich meine alten Eintraege lese als ich am Tiefpunkt war.

Vielleicht schreibe ich ein anderes Mal mehr, aber jetzt ist es wieder so, dass mein Schlafrhythmus einfach nur wieder am Arsch ist &’nd so muede bin, dass ich mich nicht mehr konzentrieren kann.