Glueck zulassen. Nicht so einfach wie es klingen mag.

Hiermit knuepfe ich an meinen letzten Eintrag.

(Wow, habe grad gemerkt, dass es mein 62ter Eintrag ist!)

Irgendwie habe ich gedacht, dass ich darueber schreiben will. Aber es faellt mir gerade genau so schwer wie das letzte Mal. Wer mich kennt, weiss, dass ich es liebe mich herauszufordern. Denn durch Herausforderungen kann ich ‚besser‘ werden.

Es faellt mir schwer, da ich mich jetzt so dermassen kritisieren muss. Weil ich weiss, dass ich mich selber daran hindere gluecklich zu sein. Weil ich weiss, dass ich mir alles schwer mache. Weil ich weiss, dass ich oefters zu hart zu mir bin.  Weil ich weiss, dass ich mich nicht um mich kuemmern tue. Weil ich gluecklicher sein koennte, wenn ich endlich die Methode finden koennte mich zu lieben.

Wieso habe ich nicht mal den Ansatz gefunden? Wie macht man sich zur Prioritaet?

Ich bin einfach viel zu wiederspruechig &’nd behandle mich nicht gut. Da habe ich mir meiner Therapeutin schon einen Grund gefunden. Zum Glueck. Es ist ya so, dass meine Eltern sich nicht viel um mich gekuemmert haben. Da entsteht das Problem. Ich benehme mich wie ein Kind. Ein Kind, dass will, dass sich die Eltern um einen kuemmern. Die einem sagen man sollte essen. Oder schlafen. Oder die Sachen, die einfach vernuenftig sind. Ich bin ein Kind, das trotzt. Damit es Aufmerksamkeit bekommt. Damit jemand merkt, dass ich jemanden brauche, der sich um mich kuemmert. Ob &’nd wie ich es aendern koennte, weiss ich gar nicht. Es fehlt glaube ich zum Teil auch die Motivation. Aber merkt ihr das ‚Problem‘? Man weisst, dass es nicht gut fuer einen ist. Aber anderseits will man es so.

Der einzige Mann, der mich bisjetzt voelligst durchschaut hat. Der einzige, der sofort merkte, wie einsam ich wirklich bin; ihn ‚will‘ ich nicht, weil ich keine Gefuehle zulassen will. Es bricht mich das Herz. Weil ich wieder Mist mache. Weil ich die Tuer zum moeglichem Glueck verschliesse. Nur weil ich egoistisch bin &’nd meine Freiheit nicht verlieren will. Auch wenn ich ihn brauche; stoß ich ihn von mir weg.

Ist das nicht der beste Beweis dafuer, dass ich mich am gluecklichsein hindere?

Es ist eine Weile her, wo ich das letzte Mal so einen persoenlichen Eintrag geschrieben habe. Ich erinnere mich gerade wie ich mich immer gefuehlt habe, waehrend ich schrieb. Den Grund wieso ich diesen Blog gestartet habe. Um ueber die Sachen zu schreiben, die wehtun. All die Schmerzen in Text zu fassen. Dieser Blog war immer meine eigene Therapie. Ich merke gerade, wie wenig ich mich in letzter Zeit mit unangenehmen Gefuehlen beschaeftigt habe &’nd wie schwer es ist ueber die zu schreiben. &’nd wie viel Ueberwindung dahinter eigentlich steckt, diese Art Text zu verfassen. Wenn ich an diese Gefuehle denke, merke ich, wie stolz ich darauf bin, dass ich sie mit euch teilen kann.