Neuanfaenge…

…koennen so schoen sein.

Es gibt fuer mich kein Schicksal. Es gibt vielleicht Zufaelle, aber am Ende treffen wir die Entscheidungen, die unser ‚Schicksal‘ bestimmen.

Ueber dieses Thema schreibe ich nicht nur weil mein bester Kumpel sich auf den Weg gemacht hat um ein neues Leben zu starten, sondern auch weil ich meins komplett aendern will. Vielleicht sollte ich diesen Beitrag dazu nutzen mir selber klarzumachen was ich alles aendern moechte.

Neuanfaenge haben so oft mit Abschieden zu tun &’nd ya; ich hasse sie. Leider komme ich nicht daran vorbei. Wie es dazu kam, dass ich so besessen von der Idee der Veraenderung bin? Es ist ganz einfach. Ich stehe gerade an einem Punkt im Leben; man koennte es vielleicht als Erwachsen sein bezeichnen; es ist ein Punkt, wo die meisten Menschen in meinem Leben ihren Weg gehen. &’nd leider muss ich es auch.

Der Ausloeser von allem war es, als meine Mitbewohnerin zu mir sagte, dass sie &’nd ihr Freund ausziehen sobald sie finanziell stabiler stehen. &’nd als ich ploetzlich merkte, dass ich hier keine/kaum noch Freunde habe. Freunde zu haben war irgendwie mein Leben lang selbstverstaendlich. Es war nie die Frage, da ich sehr offen bin &’nd es mir nie schwer fiel mit anderen Menschen in den Kontakt zu treten. Leider merke ich jetzt, dass es gar nicht mehr so leicht ist Freunde zu finden oder ueberhaupt Freundschaften aufzubauen. Weil wir immer mehr arbeiten oder die Freunde haben schon einen festen Partner mit dem sie auch wohnen etc.
Auf einmal verfiel ich dem Arbeiten &’nd schaffte es nicht mehr meine Freunde zu sehen. Ploetzlich sah ich nur noch meine Arbeitskollegen oder die Menschen in meiner Stammdisko ( wo ich irgendwie jetzt auch arbeite… Das ist aber jetzt nicht rellevant.). So versuche ich mir gerade neue Freundschaften aufzubauen &’nd es laeuft recht verzweifelt, aber ich darf mich einfach nicht runterkriegen lassen.

Als naechstes will ich einen richtigen Job haben. Oder vielleicht auch mehrere. Ich hoffe nicht, dass ich wieder zu viel arbeite. Das ist aber auch so eine Baustelle. Dazu vielleicht mal ein anderes Mal mehr dazu.

Der erster Schritt zu allem ist es auf jeden Fall das Chaos in meinem Zimmer zu beseitigen. A la ‚Simplify your life‘. Ich glaube echt daran, dass es was bringt. Ich persoenlich komme einfach nicht weiter wenn ich aufwache &’nd mein Zimmer sehe. Ich schaeme mich auch. &’nd die ganze Zeit schwirren nur die Gedanken rum aufraeumen zu muessen. Es ist einfach schrecklich. Vorallem faengt jeder Tag schon schlecht an, wenn man aufwacht &’nd gleich daran denken muss.

Hiermit hoere ich auf meine eigene Anleitung &’nd beende vorerst die Liste. Schließlich will ich Schritt fuer Schritt gehen &’nd mir nicht viel zu viel vornehmen. Diese drei Baustellen sind denke ich ausreichend fuer die naechste Zeit. Schwierig genug sind sie.

Es ist an der Zeit, dass ich aufhoere trotzig zu sein &’nd mich endlich weiterentwickle. Die Vergangenheit war nicht immer gut, Liebe von meinen Eltern werde ich wohl auch nimmer kriegen. Das Spiel ist aus. Es bringt nichts mehr trotzig zu sein &’nd drauf zu warten bis jemand kommt um sich um mich zu kuemmern. Weil es keiner tun wird. Weil wir letztendlich auf uns selbst gestellt sind. &’nd ich keine Lust mehr habe mich immer nur zu bemitleiden &’nd mir selbst wehzutun, weil ich immer auf einen Erloeser wartete. Auf jemanden, der wohl nicht kommen wird.

Es klingt ein wenig traurig wie ich die letzten Zeilen schrieb. Es ist der Abschied, der die so traurig scheinen laesst. Jedoch ist es mein Neuanfang &’nd es gibt keinen Grund fuer mich traurig zu sein.