Prologue: Inner peace.

‚Human progress is neither automatic nor inevitable… Every step toward the goal of justice requires sacrifice, suffering, and struggle; the tireless exertions and passionate concern of dedicated individuals.‘ – Martin Luther King Jr.

Warum dieser Text eine Einführung ist? Weil ich den eigentlichen Beitrag schon zum Teil geschrieben hatte, bevor ich wieder solche negativen Gefühle hatte und ich einen positiven Eintrag nicht runterziehen wollte.

Verdammt. Ich bin im Moment so richtig am Arsch. Die Achterbahnfahrt ist derzeit wieder im vollem Gange und die Qualen sind unerträglich. Nachdem ich das Glück wieder anfassen durfte, geht die Fahrt in die Hölle wieder los. Es ist der Kampf zwischen glücklich sein zu wollen und einfach aufgeben. Ja, ich kenne mich inzwischen doch recht gut. Wahrscheinlich wäre es immer noch einfacher für mich zu kämpfen als aufzugeben.

Es ist so. Es ist ja alles gar nicht mehr so neu für mich nach all diesen Jahren, die ich mit meinen Depressionen schon verbringe. Und alles was ich mir wünsche ist, dass aus der verrückten Achterbahn vielleicht eine sehr gewölbte, steinige Straße wird. Es sollte keinesfalls perfekt sein, aber diese Tiefphase bringt mich gerade um. Meine Gedanken sind grausam und ich kann sie nicht leiden. Somit kann ich mich gerade auch nicht besonders gut leiden. Ein totaler Teufelskreis eben. Zu kaputt um etwas richtig zu tun, aber zu lebendig um nichts zu tun. Da kommt mir die Frage auf ob ich dann eigentlich gar nicht wirklich lebe. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.

Wahrscheinlich wisst ihr, dass man sagt das Menschen nur eine Gewisse Anzahl an Enttäuschungen und Schmerzen ertragen können. Irgendwann wird es zu viel und die Person bricht physisch/psychisch zusammen. Mental muss ich zugeben, dass ich so ziemlich am einbrechen bin. Ich erwische mich oft heulend und frustriert und habe den Drang meine Sorgen mit Alkohol zu verbannen; dem ich zum Glück noch widerstehen kann. Es gibt zu viele Dinge, die ich nicht beeinflussen kann, die mein Wohlbefinden um einiges steigern würden. Mein Ziel ist es gar nicht mich zu beschweren wie schlecht alles ist, sondern ich bin verzweifelt eine Lösung für mich zu finden, wie ich alles irgendwie besser ertragen kann.

Im Moment fühle ich mich schrecklich einsam, weil ich das Gefühl habe niemandem meine Gedanken offenbaren zu wollen. Eigentlich möchte ich gerne jemanden anrufen, Tränen und Rotze freien Lauf lassen und mich hoffentlich besser fühlen. Jedoch spricht anderseits die introvertierte Seite in mir, die mir flüstert, dass ich mich nur auf mich selbst verlassen soll und mir eh kein anderer eigentlich helfen kann. Warum andere damit belasten, wenn man es irgendwie schon selbst hinkriegt? Zum Glück gibt es für mich diesen Blog. Ich teile meine Gedanken mit und es wird nur von den Menschen gelesen, die sich überhaupt für mich oder diese Themen interessieren. Der Gedanke bringt mir gerade ein wenig Frieden rein.

Es kann sein, dass all das hier was ich geschrieben habe gar keinen Sinn ergibt. Draußen wird es schon hell und ich bin schon halb am schlafen, also verzeiht mir diese wirren Worte, die ich jetzt unbedingt loswerden musste. Ich hoffe, dass ihr trotzdem eine Freude finden konntet beim lesen. Bis bald <3