[Quickpress] – Meditating through the ride.

‚All roads taken lead us only to ourselves.‘ – Kilroy J. Oldster

 

Hey ihr Lieben,

eigentlich weiß ich gar nicht worüber ich schreiben will. Trotzdem schreibe ich einfach mal drauf los und hoffe, dass das Ergebnis nicht all zu schrecklich ist. Der Grund warum ich schreibe ist, dass ich zurzeit zu sehr unter Strom stehe und ein wenig Zeit brauche um wieder den Boden unter meinen Füßen zu spüren. Es ist wahrscheinlich nie wirklich schlecht sich Zeit für sich zu nehmen. Das tue ich entweder zu selten oder zu viel. Es wurde mir bewusst, dass ich meine Extreme kaum unter Kontrolle habe. Muss ich es? Ist es schlecht für mich? Ich weiß es nicht. Bin ich vielleicht doch so vernünftig und muss mir eigentlich gar keinen Kopf drüber machen? Habe schon fast vergessen, dass diese ein Teil von mir sind. Sie sind das Schattenkind, dass ich mit mir rumtrage. (Mehr über das Thema Schattenkind, wenn ich das Buch ,Das Kind in dir muss Heimat finden‚ durchgelesen habe.)

-> Liebe introvertierte Seite; es tut mir Leid, dass ich dich so oft vernachlässige, nicht auf dich höre und du immer einsam bist und dich nach Aufmerksamkeit von mir sehnst. Es tut mir Leid, dass ich immer Angst vor dir habe und dich kontrollieren möchte und unterdrücke. Du bist ein Teil von mir und trotzdem behandle ich dich so als wärst du etwas, was ich nicht mag. Dabei stimmt es gar nicht. Ich bin gerne mit dir. Vielleicht zu gerne. So, dass ich mich verlieren könnte und nie wieder zurück will. Du bist wie der Wind, der mich in seinen Bann zieht und meine chaotischen Gedanken auf ein angenehmes Tempo reguliert. Ich möchte, dass wir besser miteinander auskommen. Ich weiß auch noch nicht genau wie ich es anstellen soll, aber solange ich nicht aufhöre an mir zu arbeiten, wird am Ende alles gut sein. Zumindest stelle ich es mir so vor.

Die letzten Zeilen habe ich vor 10 Tagen geschrieben und hätte nie gedacht, dass ich da wieder zurückgehe und doch noch ein wenig Input hinzufüge; geschweige denn veröffentliche. Vielleicht kennt ihr es ja. Man schreibt was, kommt nach einer Weile zurück und merkt, dass es irgendwie alles nicht mehr aktuell ist und man doch schon ein paar Schritte weitergegangen ist. Dieses Mal ist es komischerweise nicht so. Wahrscheinlich weil ich mich seitdem auch noch nicht damit beschäftigt habe. Eigentlich schon, aber darüber möchte ich in einem anderem Beitrag was schreiben. Es wird lang und ziemlich erleuchtend sein für mich. Da habe ich keine Zweifel.

Ich habe es tatsächlich geschafft mich die Tage ein wenig zu entspannen. Durch nicht arbeiten, kiffen und Orgasmen. Irgendwann bin auch ich dann runtergekommen. Yay; bin nicht hoffnungslos :). Ja, es geht mir ganz gut, ich brauche einfach nur mehr Zeit für mich, die ich mir notgedrungen nehmen muss. Montag ist es soweit. Dann kann ich loslassen, nachdenken, reflektieren. Ich freue mich! Und für euch ist es auch ganz gut, weil es wieder neuen Stoff zum lesen gibt! 🙂