Reue vorbeugen.

Da habe ich vorhin einen Blog gelesen &’nd es hat mich inspiriert mal darueber zu schreiben.

Originalartikel: ‚Top Five Regrets of the Dying

Wahrscheinlich wird sich den eh keiner durchlesen, deswegen fasse ich schnell fuer euch zusammen. Also es ist die ‚Top 5 Liste deren Dinge, die man bereut, wenn man am sterben ist.‘

  • Im ersten Punkt geht es darum, dass die meisten Menschen im nachhinein bereuen nicht das Leben gelebt zu haben, das sie haben wollten, sondern das Leben, dass andere von denen erwartet haben.

Also, ich denke auch, dass es die meisten betrifft. Es ist nicht nur, dass andere Menschen was von einem erwarten, sondern auch unsere Gesellschaft. Wie soll ich es richtig ausdruecken… Am besten mit einem Beispiel, wie ich es gerne tue. Ein Mensch hat seine Beduerfnisse &’nd Traeume, vorallem waren sie in der Jugendzeit fuer die meisten sehr wichtig &’nd hatten eine besondere Gewichtung in unserem Leben. (Da ich mich noch als Jugendliche einstufen koennte, gilt es auch fuer mich.) Man hat vieles vor, hat sich eine Vision von der Zukunft erstellt. Jedoch steht vieles im Weg. Irgendwann macht man seine Ausbildung, Studium oder faengt schon gleich das Arbeiten an &’nd merkt dann eigentlich auch nicht, dass die Traeume langsam mehr &’nd mehr an Bedeutung verlieren. Irgendwann kommt das Alter, wo man selbstaendig sein muss/will, man zieht von dem Elternhaus aus &’nd muss sich drum kuemmern auch finanziell ueber die Runden zu kommen. Da ist schon der Knackpunkt. Immer mehr wird Geld das Thema. Die eigene Wohnung, Lebensmittel… Man muss neue Prioritaeten setzen. Wenn ich weitergehe, kommt irgendwann eine Partnerschaft, Ehe, Kinder. Versteht ihr was ich meine? Es geht einfach nur noch darum genug Geld heimzubringen. Es wird einfach ZWANGHAFT zur Prioritaet. Da kann man nicht immer sagen, ach, ich mache dies &’nd das, weil ich es schon immer machen wollte. Sondern geht arbeiten, lebt sich in die Routine rein &’nd gewoehnt sich daran, dass die Situation einfach so ist wie es ist. So sieht doch das Leben aus, dass ‚andere‘ wollen oder? Wuerdet ihr nicht lieber DAS tun, was ihr gerne haettet? Ich habe ehrlich gesagt keine Lust mein ganzes Leben zu arbeiten &’nd nur die paar Tage Urlaub zu haben. Aber natuerlich habe ich nicht die Wahl.

Oder andere Menschen, die genau das machen was die Eltern erwarten. Es gibt einfach zu viele Hindernisse. Aber ich hoffe, dass ich das vorbeugen kann, da ich es weiss. Manchmal hoffe ich, der selbe Mensch bleiben zu koennen, der ich bin, um genau das tuen zu koennen, was ich gerne tun wuerde. Erwachsen zu werden ist einfach nur traurig. Ich versuche echt an den Dingen festzuhalten, die ich sehr liebe, wie zB das Schreiben hier.

  • ‚Ich wuenschte, ich haette nicht so viel gearbeitet.‘

Hier geht’s speziell um Menschen, die nicht gearbeitet haben um zu leben, sondern gelebt haben zu arbeiten. In meinem Fall bereue ich es jetzt schon teilweise. Vielleicht sogar ganz. Auch wenn ich nur arbeite um zu leben. Ich weiss es nicht so genau. Oder verdraenge es einfach nur. Seit ein Paar Wochen arbeite ich 7 Tage die Woche. Echt nicht viel am Tag, aber nun mal jeden Tag. Seitdem fuehlt sich das Leben so sinnlos an. Habe kaum Zeit fuer ‚privates‘. Ich verdiene Geld &’nd gebe es aus. Dann brauche ich irgendwie mehr, arbeite mehr, gebe es aus. Das war der ‚Sinn‘. Manchmal hoffe ich, dass ich ‚einfacher‘ sein koennte. Also bei materialistischen Dingen; dass ich nicht jeden Mist kaufen will, dass ich nicht so viel ausgeben muss, wenn ich weggehe; &’nd so ein Muell; dass zur Kategorie Luxus gehoert. (Wie jemand meinte, Luxusprobleme.) Wie ich schon vor einer Zeit in einem Buch gelesen habe, geht es im Leben genau darum, diesen Teufelskreis zu brechen. Erst wenn man es geschafft hat, kann man wirklich gluecklich sein. Ich meine, wer will denn nicht tolle Sachen haben?

  • Punkt drei: ‚Ich wuenschte, ich haette die Courage gehabt meine Gefuehle zu aeußern.‘

Bei dem Punkt muss ich irgendwie an Liebesgestaendnisse denken. Okay, nur kurz. Es gibt Menschen, vorallem bei Maennern finde ich es schlimm, wenn die nur im Hintergrund sitzen &’nd zuschauen, wie irgendwann ihr ‚Maedchen‘ einen neuen Freund hat, weil die eben nichts dafuer getan haben, ihr naechster Freund sein zu koennen. Aus welchen Gruenden auch immer. Aber mehr will ich grad nicht dazuschreiben.

Weil es in dem Punkt eher darum geht, dass viele Menschen ihre Beduerfnisse, damit auch ihre Gefuehle zurueckhalten. Zum Teil weil sie Angst haben andere damit verletzten zu koennen; oder weil sie Angst vor der Ablehnung haben, wenn sie sagen, was ihnen nicht passt. Man schluckt &’nd schluckt. &’nd endet letztendlich ungluecklich &’nd verbittert.

Es gibt Situationen, da sage ich auch nichts, nur um den ‚Frieden‘ zu bewahren oder weil ich mich auch nicht traue. Aber da ich eher zu den Menschen gehoere, die viel ueber Gefuehle sprechen; ist dieser Punkt fuer mich nicht sehr gravierend, da ich frueher oder spaeter immer darueber rede.

  • ‚Ich wuenschte, ich haette den Kontakt zu meinen Freunden gepflegt.‘

Dazu brauche ich nicht viel zu erklaeren oder? Da ich zu den Heranwachsenden gehoere wie man sie nennt, merke ich es langsam schon, wie sich die Wege trennen. &’nd ich muss sagen, verdammt, es tut weh. Deshalb will ich den Fehler nicht nochmal begehen. Ich versuche inzwischen viel Kontakt zu meinen Freunden zu halten, da ich weiss, dass es spaeter nicht mehr so sein wird oder man sich einfach auseinanderlebt, egal was man tut (was natuerlich nicht immer sein muss). Freunde sind sehr wichtig um gluecklich zu sein; wenn ihr es noch nicht so gesehen habt, dann denkt darueber nach.

  • ‚Ich wuenschte, ich haette es zugelassen gluecklicher zu sein.‘

Dazu moechte ich irgendwie nichts schreiben. Vielleicht irgendwann, aber nicht heute. Dieser Satz deprimiert mich ein wenig, da ich das Gefuehl habe, dass ich wahrscheinlich die einzige Person bin, die mich am Glueck hindert.