Stille.

‚I often think that the night is more alive and more richly colored than the day‘ ~Vincent Van Gogh

Es ist Nacht. Es ist still. Es fuehlt sich schoen an.
Es ist vielleicht der Grund wieso ich wiedermal noch nicht schlafe… Auch wenn ich oefters doch schon muede bin, vor mich ewig hingaehne bis mir die Traenen runterlaufen oder die Augen schon beim schreiben zufallen.

Jetzt habe ich einen Eintrag angefangen, ohne unbedingt zu wissen ueber was ich schreiben soll -.-‚
Wie ist es wohl am besten zu schreiben? Einfach drauf los &’nd hoffen, dass was tolles kommt? Oder erst eine Idee haben &’nd sie schon ‚vorarbeiten‘, damit alles strukturierter ist?

À propos Schreiben. Es ist so schade, dass viele Menschen so lesefaul geworden sind! Wenn ich VLogs drehen wuerde &’nd genau ueber die gleichen Themen sprechen wuerde, wuerden bestimmt mindestens doppelt so viele Menschen mir ihre Zeit widmen.
Neben der Tatsache, dass ich es hasse vor der Cam zu sein, liebe ich das ‚leises‘, fuer sich nachdenkendes Publikum.
Bei Videos sind die meisten Zuschauer dann auch so, dass die eher die Umgebung, den Klamottenstil oder den Haarschnitt kommentieren. Oder andere, die dein Aussehen oder Stimme einfach nur Scheisse finden, aber trotzdem deine Videos anschauen, weil die zu viel Langeweile haben &’nd denken dumme Kommentare von sich zu geben zu muessen. Verstehe einer solche Menschen. Wahrscheinlich bekommen die im wahrem Leben nicht genug Aufmerksamkeit &’nd die versuchen sie im Internet zu bekommen. ( Es ist nicht boese gemeint, die tun mir eher Leid. )

Klar. Wenn ich Texte verfasse, gibt es Menschen, die meinen Schreibstil, Themen oder meine Art einfach Scheissen finden koennen. Aber die wuerden mit hoher Wahrscheinlichkeit nie wieder auf meinen Blog gehen. Einen Text zu lesen beansprucht leider(?) doch schon mehr.

Eigene Texte zu lesen fuehlt sich fuer mich genau so komisch an, wie mich im Bildschirm zu sehen. Wenn ich sie mir nach einiger Zeit durchlese, mag ich sie sogar selber. &’nd es ist unheimlich. Schliesslich war es nie einfach fuer mich, irgendwas gutes an mir zu sehen.
Ya, ich schreibe gerne &’nd glaube wirklich an all dies was ich behaupte. Nur weil ich eine Art ‚Wegbeschreibung‘ parat habe, heisst es noch lange nicht, dass der Weg direkt zum Ziel fuehrt. Was ich damit eigentlich sagen wollte ist, dass es mir nicht leichter faellt Dinge zu tun, die ‚gut‘ sind. Oder die, von den ich weiss, dass sie gut sind. Fuer mich. &’nd fuer all diese Menschen, die sich genauso fuehlen wie ich.

Jedesmal, wenn ich jemandem helfen konnte, fragte ich mich, ob es anders waere, wenn ich vergessen haette, dass die Ratschlaege von mir kamen. Es ist ya schliesslich einfacher, wenn es jemanden gibt, der von ‚aussen‘ mit dir redet. So in der Art wie meine Therapeutin. Nur sie ist keine Person, die so ‚greifbar‘ ist. Es gibt Termine. Sonst hat sie keine Zeit fuer dich. Manchmal wuensche ich mir jemanden voller ‚Weisheiten‘, der all dies bei mir erreichen kann, was ich bei anderen erreiche.
Wie ich es hasse, dass es einfacher ist anderen zu helfen, als sich selbst.

&’nd ausserdem. Wieso befolgt man all die Ratschlaege nicht selber, wenn man sieht, dass es bei der anderen Person funktioniert hat?! Hm. Verstehe ich nicht.

Mit der Frage beende ich diesen Beitrag. &’nd wenn ich eine gute Antwort gefunden habe, werdet ihr die ersten sein die es erfahren. Auch wenn ich nicht weiss wer ihr seid. Aber ich liebe euch. Ihr gibt mir Sinn diesen Blog zu schreiben. Es fuehlt sich weniger einsam an, wenn es Menschen gibt, die sich genauso fuehlen wie man selbst. Oder Menschen, die sich fuer mich &’nd meine Sorgen interessieren &’nd trotz der weitverbreiteten ‚Lesefaulheit‘ noch meinen Blog lesen.

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