Stop being a loner.

‚. . .sometimes one feels freer speaking to a stranger than to people one knows. Why is that?‘

‚Probably because a stranger sees us the way we are, not as he wishes to think we are.‘ – Carlos Ruiz Zafon, The Shadow of the wind.

 

Ich erinnere mich an die Zeiten, wo ich über nichts anderes geklagt habe als über die Einsamkeit. Meine Blogeinträge drehten sich um das Thema, dass ich mich einsam fühle weil ich niemanden hatte, der mich verstehen kann. Man hatte seine Freunde, man liebt sie und denkt, dass alles perfekt sei. Auch wenn ich merkte, dass die meisten Menschen mich nie wirklich verstanden haben. Vielleicht haben sie es nicht versucht oder konnten es nicht nachvollziehen. Es ist auch nicht so wichtig und ich nehme es auch niemandem übel. Bin für alles dankbar, was ich von meinen Mitmenschen empfangen konnte und das meine ich auch wirklich so. Wie ihr es mitbekommen habt, hat es sich ergeben, dass ich aufgehört hatte zu trauern und teilweise losgelassen habe. Ich glaubte wirklich immer, dass es an mir liegt, dass man mich nicht verstehen kann. Ich dachte immer, ich wäre zu ’nicht normal’… Letztendlich ist es nur dein Umfeld, was es dich glauben lässt. Je älter man wird, desto überkommt einen der Gedanke, dass es schwieriger wird Freunde zu finden. Für meinen Teil habe ich in der letzten Zeit sehr viele tolle Menschen kennengelernt, die mich einfach so akzeptieren wie ich bin und für mich da sind. Egal ob meine Entscheidungen ein Fehler in deren Augen sind oder nicht. 

Ich kann es auch nicht oft genug sagen… Hört auf für andere zu leben, hört auf es immer nur anderen Recht machen zu wollen. Wenn die Menschen euch lieben, werden sie es weiterhin tun, außer ihr behandelt sie schlecht… Das ist aber ein anderes Thema.

 

Zurzeit lebe ich an einem Ort, wo ich bis jetzt zwei Menschen kennengelernt habe, fühle mich aber überhaupt nicht einsam. Es ist eher so, dass ich mehr lache, als ich es früher getan habe. Ich fühle mich echt glücklich und ausgeglichen. Alles passierte einfach so. Man denkt immer, dass alles nicht besser wird und dann ist man plötzlich an einem Punkt, wo man sich fragt, wie man überhaupt an diesen Punkt gelangen konnte. Ich versuchte eine sehr lange Zeit mich und auch andere zu motivieren, aber ich hätte echt nie gedacht, dass ich es mal schaffen könnte ein wenig Frieden mit mir zu schließen. Menschen sind nicht perfekt und ich wollte es immer sein, obwohl ich es ja schon immer wusste. Ich wollte immer gut genug sein und besser. Letztendlich lernte ich mich selbst kennen. Ich kenne meine Schwächen sehr gut und es ist überhaupt nicht einfach diese zu bessern, aber ich weiß das und bin so viel entspannter geworden. Es geht nicht immer sofort und das ist nämlich das entscheidende. Solange man nicht aufhört an sich zu arbeiten und mach mehr zu streben, wird es nie besser. Man bewegt sich vielleicht nur in MiniSchritten und eines Tages wacht man auf und alles ist anders. Was ich genau damit sagen will ist, dass egal wie sehr die Situation auch ausweglos scheint, es wird besser wenn man sich stellt. Deswegen gibt nie auf. Es gibt immer Menschen, die auf eurer Seite sind und auch bereit sind für euch da zu sein und den Weg mit euch zu gehen.

 

Versucht mehr unter Leute zu kommen; egal ob es Community oder draußen ist :). Ich weiß‘, dass man öfters keine Lust auf Menschen hat, aber zu viel Alleinsein ist auch nicht gut 🙂