Summary of the first half of the year.

‚Everyday seems the same, but when we look back everything seems different.‘

Dieses Jahr verging so schnell, kaum dachte ich darueber nach ist schon ein halbes Jahr vergangen und bald werd‘ ich auch wieder ein Jahr aelter.

Wie war eure erste Haelfte?

Meine wie ihr wisst nicht wirklich berauschend. Es ist viel passiert und leider eher negatives als positives. Jedoch versucht man irgendwie immer weiterzumachen und Wege zu finden wie man sich durchkaempft. Waere ja schlimm wenn nicht. Sogar jemanden wie mich schneint was an diesem Leben zu liegen. Es ist zwar nicht so, dass ich nicht manchmal darueber nachdenke lieber schon auf der anderen Seite zu sein, aber irgendwie bin ich doch schon aus der Phase raus wo ich mir wirklich gezielt das Leben nehmen wuerde. Vielleicht es die Hoffnung, die einem am Leben haellt. Oder die Menschen, die man liebt. Was ich aber sagen kann, dass das Leben wohl noch lang genug sein wird und es waere wirklich schade wenn es mir die naechsten Zig Jahre immer noch so gehen wuerde wie jetzt; oder eher die wie die letzten langen schmerzhaften Jahre.

Wenn man zurueckdenkt an die schoenen Augenblicke des Lebens merkt man, dass es auch sehr viele positive Erinnerungen gibt (nein, ich bin nicht ploetzlich positiv geworden; haha), die einem teilweise den Mut geben weiter zu machen. Leider habe ich auch viel zu viel von der naiven Seite verloren, die ich immer sehr an mir schaetzte. Vielleicht bin ich auch wirklich ‚haerter‘ geworden. Ich habe leider aufgehoert so viel zu traeumen und zu erwarten wie vorher.

Ich lernte, dass man fuer manche Leute nie gut genug sein kann egal wie viel Muehe man sich gibt oder wie sehr man sie auch lieben mag. Auch, dass man nie erwarten kann, dass jemand ‚fuer immer‘ fuer einen da bleibt. Und auch, dass es viel zu viele Menschen gibt, die nie schaetzen lernen koennen wie gut du eigentlich zu den warst und dass es auch welche gibt, die dich einfach wie ein Stueck *hust* wegwerfen koennen. Es gibt leider zu viele Menschen, die nicht ehrlich sein koennen oder zu ihren Gefuehlen stehen koennen und das finde ich sehr traurig. Luegen ist was ’normales‘, aber es gibt nun man Augenblicke wo man ueber seinen Schatten springen sollte und den Mut haben sollte dass zu sagen, was man wirklich denkt. Meiner Meinung nach.

Menschen aendern sich. Oefters auch nicht zum positiven.

Wahrscheinlich bin ich dadurch ein wenig ‚lockerer‘ geworden. Meine Verlustaengste werden wahrscheinlich nie weggehen, aber ich denke nicht mehr blind, dass es die Beziehung ‚fuer immer‘ gibt. Auch wenn ich wirklich Jahrelang immer wieder davon traeumte. Es heißt ja immer, dass es klappt sobald man den ‚Richtigen‘ gefunden hat. Ich glaube nicht, dass es ein Mythos ist, aber ich werde wohl noch sehr lange warten muessen. Es heißt auch, dass man nicht das kriegt was man zu sehr will, jedoch sehne ich mich in diesem Leben nach nichts mehr als nach Naehe und einem ‚zuhause‘. Ich moechte nicht fuer immer eine rastlose Person sein, die nicht weisst wohin sie als naechstes gehen soll. Denn letztendlich ist es egal wo man wohnt, was man arbeitet, wie man aussieht oder woher man kommt; Glueck ist eine Entscheidung. Eine Entscheidung die fuer mich unmoeglich scheint, bis ich jemanden gefunden habe, der mir den Weg zeigt. Es ist schwierig durch die Gedanken zu brechen, die man Jahre lang mit sich geschleppt hat und sie einen gepraegt haben.

Letztendlich dreht sich die Welt weiter…
… egal ob man es moechte oder nicht.

Besonders in diesem halben Jahr aenderte sich viel in mir. Meine ganze Welt brach zusammen und sehr vieles ist in meinem Innerem kaputt gegangen. Ich verlor den Sinn und den Weg; lernte auf die harte Art, dass man sich zu sehr in einem Menschen taeuschen kann. Es tat so weh, dass ich jede Nacht weinte und teilweise auch nicht mehr schlafen kann. Ich lernte, dass meine Idealvorstellungen einfach nicht gut fuer mich sind; weil ich in einer Welt lebe, wo viel zu viele Menschen nicht so gut sind wie ich es mir immer erhofft hatte. Ich moechte nicht verbittert sein. Oder verlernen wie man wirklich liebt. Es kann auch sein, dass ich ein falsches Bild vom allem habe. Mir ist auch klar, dass wir Menschen wohl das Gleiche moechten. Alle moechten geliebt werden und gluecklich sein. Der Unterschied ist nur, dass manche Menschen alles viel zu selbstverstaendlich sehen. Nein. Es ist nicht selbstverstaendlich, dass man geliebt wird(Außer bei der Familie sollte es so sein :)); geschweige denn dass das Glueck einen immer begleiten wird. ‚Das Leben ist kein Ponnyhof.‘

Ich glaub‘, dass ich mich die letzten Wochen wieder ein wenig aufgesammelt habe. Ich kann zwar immer noch nicht schlafen, aber ich fuehle mich ein wenig besser. Vor einem Dreiviertel Jahr sagte ich mal: ‚Ich moechte auseinander brechen um mich neu zu erfinden.‘

Man sollte darauf achten was man sagt. In dem Fall merke ich, dass wirklich alle ‚Wuensche‘ in Erfuellung gehen. (Fuer alle, die es noch nicht wissen; ich glaube an Karma und daran dass alle Wuensche in Erfuellung gehen : Bestellungen vom Universum geschrieben von Baerbel Mohr.)
Kurz zu dem Thema Wuensche; in den letzten Monaten hatte ich tatsaechlich keine Wuensche mehr. Leider nicht weil ich restlos gluecklich bin; sondern weil ich echt am Ende war und nicht mehr wusste was ich mir ueberhaupt noch wuenschen soll.

Am Ende frage ich mich dann doch immer nur ob ich jetzt ein Stueck staerker geworden bin oder ich einfach nur ein Stueck kaputter.