Summer nights, summer blues.

‚… I was always wondering, if we are getting the things we deserve.‘

Die Zeit vergeht so unglaublich schnell! Ich kriege es gefühlt nicht mehr ganz mit; Null Zeitgefühl. Letztens habe ich noch gedacht, dass ich wieder Lust hätte regelmäßiger zu schreiben und plötzlich sind schon zwei Monate wieder rum seit meinem letztem Update. Dabei habe ich mir nichts großartiges vorgenommen, außer dass ich einmal im Monat ein Zeichen von mir gebe… Aber wie ihr sieht, ich bin immer noch kein Meister in Organisation, geschweige denn Disziplin. Ich frage mich öfters, ob ich immer noch an der selben Stelle trete ohne jemals einen Ausgang im Kreis zu finden. Es ist wieder Sommer und es fühlt sich komisch an um diese Jahreszeit an frustrierende Dinge zu denken, geschweige über sie zu schreiben. Viele denken da eher an Urlaub, Sonne, Freibad, Strand und sowas in die Richtung. Man ist schon regelrecht gezwungen gute Laune zu haben und irgendwas zu unternehmen. Sommer steht ganz unten in meiner Favoritenliste. Noch schlimmer als die Hitze, ist wohl in der Hitze noch was tun zu müssen. Bis jetzt war noch nicht sehr viel davon hier, aber ich denke, dass sie schlimmste Zeit mir noch den Besuch erstatten wird. Die letzen Jahre habe ich es irgendwie gut überstanden, aber auch nur weil die Sommer im Vergleich zum ewigem Herbst sehr kurz waren. Vielleicht habe ich wieder Glück und dieses Jahr wird es auch so schnell vergehen 🙂

Komischerweise habe ich weniger Lust im Sommer zu verreisen; wenigstens jetzt habe ich mein ständiges Fernweh im Griff. Die Vorstellung schwitzend durch die Straßen zu laufen zwischen all den sommerlichen Aromen der Menschen um mich rum… Ich weiß nicht, da gibt es für mich auf jeden Fall viel bessere Dinge. So wie die Sommernächte. Ich erinnere mich gerne daran, wie ich Nachts öfters am Spielplatz war, die frische Luft genoss und über alles nachgedacht habe. Anderseits weiß ich gar nicht mehr wie lange es her ist, dass ich so fühlte. Vielleicht habe ich wieder vergessen, wie das ist mehr auf die Natur zu achten, wie den Wind fühlen oder dem Regen zuzuhören. All die Dinge, die ich mal gelernt habe und immer versuchte umzusetzen, schwinden plötzlich und jetzt stehe ich wieder am Anfang; im Chaos und versuche mich wieder zu sortieren.

Es gibt viele Dinge, die ich mich frage, aber auf was ich am meisten gerne eine Antwort hätte ist, ob ich jemals über meinen Schatten springen kann und die Depressionen hinter mir lassen kann. Ich habe sehr oft das Gefühl, dass es gar nicht möglich ist sie zu bekämpfen. Anderseits weißt man eben nicht wie es sein könnte, wenn man es nicht wenigstens versucht. Wenn ich ehrlich sein sollte,… dann fällt es mir schwer es zuzugeben, dass es mir wieder schlecht geht. Es war mal besser und mal schlechter. Ich wollte immer meine Leser motivieren und den auch zeigen, dass es aufwärts gehen kann. Ich erinnere mich an die Schuldgefühle und das Gefühl der Hilflosigkeit. Und das zerreißt mich regelrecht. Ob der Kampf jemals vorbei sein wird? Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht genau was ich glauben will, ich weiß auch nicht ob ich glauben will. Es könnte alles einfacher sein, wenn man aufgibt. Anderseits ist es zu schwer den Mut zu finden um aufgeben zu können.

Ich habe Fehler gemacht, die ich wieder gerade biegen will. Es fällt mir schwer neu anzufangen. Vor allem, wenn nichts läuft wie ich es gerne hätte. Mir ist immer bewusst, dass man immer selbst die Schuld mitträgt. Dadurch wird es nicht unbedingt besser. Ich mag nicht mehr immer wieder aufzustehen. Es wird nicht leichter, je öfters ich es tun muss. Ohne die Menschen, die ich liebe, würde ich wahrscheinlich gar nicht darüber nachdenken zu überleben. Ich verliere so viel Zeit und jedoch kann ich nicht schneller laufen um ans Ziel zu kommen. Der Kreis fühlt sich unendlich an und ich finde keine Lösung oder Kraft ihn zu verlassen… Ich möchte machmal gerne vergessen, ich möchte manchmal nichts mehr tun und trotzdem hoffe ich die Freiheit zu erlangen. Auch wenn sie gar nicht existiert…

Solange ich noch lebe, auch wenn ich nur ein kleiner unbedeutender Fleck auf dieser Erde bin, versuche ich nach dem Sinn zu suchen. Eines Tages möchte ich eine Geschichte erzählen, die Menschen bewegen kann. Bis dahin bin ich nur ein Mensch auf Reisen.

Ps.: Es tut mir Leid, dass ich dieses Mal nichts wirklich motivierendes schreiben konnte und auch wenn alles sehr düster klingt, glaube ich trotzdem dran, dass es besser sein kann. Und auch, dass ihr alle es schaffen könnt. Also gebt nicht auf. Eines Tages…